Ich nenne ihn ESSENTIA. Nicht das Bild, das andere von uns haben. Nicht die Rolle, die wir erfüllen. Sondern die Quelle unserer Ziele und Werte – das, was nicht verhandelt werden muss, um wertvoll zu sein.
Dieser Ort muss nicht geschaffen werden. Er ist da. Das Profil liefert Koordinaten. Der Mensch liefert Bedeutung. Der WIRK.RAUM liefert Kontext.
Für die Person beginnt Wirkung als Intention. Für den Raum beginnt sie als Aktion.
Niemand sieht meine Intention. Der Raum erlebt, was ich sage, entscheide, tue – und was ich unterlasse. Dazwischen liegt keine Nebensache. Dazwischen liegt Führung.
V = f(P, U)
Verhalten ist eine Funktion von Person und Umwelt, nach Kurt Lewin. WIRK.RAUM ist deshalb kein Ort, den eine Führungskraft kontrolliert. Er ist ein Verhältnis, das alle Beteiligten fortlaufend mitgestalten.
Ungefiltert ist nicht automatisch authentisch. Es ist zunächst nur unübersetzt. Die zwei Pole eines Lebensmotivs stehen für entgegengesetzte, psychologisch gleichwertige Ziele und Werte. Steven Reiss nannte die Neigung, die eigenen Werte für die besseren zu halten, Self-Hugging. Aus ihr wird Unterschiedlichkeit zum Urteil – und unverstandene Absicht zum Konflikt.
Menschen lesen ist nicht wertefrei. Es liest Werte. Aber es muss wertungsfrei sein.